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zdi auf der Hannover Messe

60 angehende Abiturienten sowie 50 Oberstufenschüler von Partner­schulen des zdi-Zentrums Mönchengladbach besuchten in diesem Jahr die Hannover Messe, eine der weltweit größten Industrie­messen. Ausgehend vom Infopunkt des zdi-Zentrums Mönchen­glad­bach auf dem Gemeinschaftsstand der Wirt­schaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) wurden die Jugendlichen in kleinen Gruppen über die Riesenmesse geführt. Viele leitende Mitarbeiter hiesiger Unternehmen nahmen sich auf den Messeständen Zeit, den potenziellen Fachkräfte-Nachwuchs für die Welt des Maschinenbaus zu begeistern. Die von der MGconnect-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Mönchengladbach organisierte Tour informierte so am Pulsschlag der internationalen Industrie über Mönchengladba­cher Ausbildungsbetriebe der Metall- und Elektroindustrie.

„Ich hätte nicht gedacht, dass man auf dieser Messe so stark auf Jugend­liche eingeht“, erklärt Angelika Bzuskiewicz. Besonders angetan war die Schülerin des Hugo-Junkers-Gymnasiums von der TectoYou. Die von Fachverbänden getragene Sonderschau für den Techniknachwuchs ist fester Bestandteil der Messe und stand auch bei der Mönchen­gladba­cher Tour am Beginn jeder Führung. Hier lernt der Nachwuchs spielerisch High-Tech-Produkte und Verfahrenstechniken kennen. „Wir haben zum Beispiel als Schülerteam auf Zeit eine Maschine aus vielen einzelnen Bildern zusammengesetzt“, berichtet Max Huth. Der Schüler des Odenkirchener Gymnasiums nutzte die Tour zur Berufsorientierung: „Konkret weiß ich zwar noch nicht, was ich beruflich später machen möchte, aber heute habe ich viele Dinge gesehen, die mich interessieren.“ Bestätigt fühlt sich der 15-Jährige in der Wahl seines Leistungsfachs: „Egal, wo wir waren, wurde die Bedeutung der Mathematik hervorgehoben. Ich habe anschei­nend das richtige Fach ausgewählt. Find’ ich gut!“

Neben einem freien Rundgang über das Messegelände gab es auch eine in Kleingruppen geführte Tour zu  Mönchengladbacher Unternehmen wie ALSTOM, Nexans, ATB Schorch, R&D, Engineering Dobersek, SMS Meer oder der Wegberger Fritz Driescher KG. Als „Scouts“ für jede Gruppe stellten sich Mitarbeiter des Ausbildungsverbundes Oerlikon Schlafhorst, der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchenglad­bach (UME), der Arbeitsagentur und der WFMG zur Verfügung.  „Ich bin begeis­tert. Die Aufteilung in kleine Gruppen hat dafür gesorgt, dass die Schüler ganz nah dran waren und viele Fragen stellen konnten“, fasst Frank Winkels, Leiter des Ausbildungsverbundes seine Eindrücke zusam­men. „Meine Gruppen waren sehr neugierig, durften ihre Gesprächs­part­ner aber auch löchern.“ Das kann Kurt Molkenbuer von der Unternehmer­schaft nur bestätigen: „Es gab sogar Fragen nach dem persönlichen Werdegang. Bei der Fritz Driescher KG erklärte Albrecht Driescher zum Beispiel, wie er selbst erst eine Ausbildung und dann das Studium absol­vierte.“ Driescher, Ge­schäftsführer und Präsident der Unterneh­merschaft, beantwortete den gesamten Nachmittag lang jede Frage der zwölf Schülergruppen persönlich.

Mönchengladbacher Jugendliche von der Gesamtschule Neuwerk auf dem Stand von ALSTOM. Manfred Argus (Mitte) informierte über die beruflichen Perspektiven bei ALSTOM. Die Führung dieser Gruppe übernahm Kurt Molkenbuer von der UME (3.v.r.). Begleitet wurde sie von ihrer Lehrerin Anne Ising (ganz rechts).

Mönchengladbacher Jugendliche von der Gesamtschule Neuwerk auf dem Stand von ALSTOM. Manfred Argus (Mitte) informierte über die beruflichen Perspektiven bei ALSTOM. Die Führung dieser Gruppe übernahm Kurt Molkenbuer von der UME (3.v.r.). Begleitet wurde sie von ihrer Lehrerin Anne Ising (ganz rechts).

Bei Nexans nutzte Anne Ising, Beratungslehrerin an der Gesamtschule Neuwerk und zum ersten Mal auf der Hannover Messe, die Gunst der Stunde: „Hätten Sie Anfang Mai für ein Bewerbertraining Zeit?“ Horst Schinke, versprach sich um die Terminvereinbarung zu kümmern. „Sehr gerne! Wir sind immer froh, wenn Schulen auf uns zukommen und sich aus erster Hand informieren wollen.“ Der Personalleiter informierte die Schülergruppe detailliert über Ausbildungsmöglichkeiten bei Nexans und ging auch auf Bewerbungsgespräche ein. „Die Konzernsprache ist Eng­lisch. Seien Sie also nicht überrascht, wenn die Fragen im Bewer­bungs­gespräch auf einmal in Englisch gestellt werden!“ Bei ALSTOM wiederum erfuhren Schülerinnen und Schüler unter anderem, wie Off­shore-Plattfor­men funktionieren und wie der Strom ins eigene Haus kommt. In den Köpfen hängen geblieben sind unter anderem die Riesen­summen, die dafür investiert werden müssen.

Für Verena Richter war die Hannover Messe ein besonders außer­ge­wöhn­liches Erlebnis. Die Schülerin kannte die Hannover Messe bereits aus vielen Erzählungen. „Meine Mutter arbeitet bei R&D und ist die ganze Woche auf dieser Messe“, so die 15-Jährige. Beate Richter hat für die Mönchengladbacher Experten für CNC-Steuerungen und kunden­spezifi­sche Industrie-Elektronik  in den letzten Jahren immer wieder Schüler­grup­pen in Hannover über R&D informiert. „Aber wenn die eigene Tochter dabei ist, ist das schon etwas Besonderes.“ Da Verena Richter technisch sehr interessiert ist, könnte es durchaus sein, dass die Schülerin irgend­wann auch beruflich auf der Hannover Messe ist. Das würde nicht nur ihre Mutter freuen, sondern auch die Organisatoren der Messetour: „Der Ma­schi­nenbau braucht engagierte Nachwuchskräfte. Unsere Schülerreise beweist, dass sich junge Menschen durchaus für Technik begeistern lassen, wenn das Angebot stimmt“, resümiert Susanne Feldges, Vorstand der MGconnect-Stiftung. Unter dieser Prämisse könne die Schülerreise nach Hannover als voller Erfolg gewertet werden, denn das muntere Schnattern und „Fachsimpeln“ über den Messebesuch und das Erlebte habe während der gesamten der Heimfahrt angehalten.

19. April, 2013 | 09:35
zdi | Zukunft durch Innovation

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