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“zdi day & night” — ein Tag voller MINT in Essen

Max, der Maulwurf, war auch dabei.

Max, der Maulwurf, war auch dabei.

Zur Feier seines fünfjährigen Jubiläums setzte das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen auf ein neues Veranstaltungsformat: Bei „zdi day & night“ konnten rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Schulen und Verwaltung einen ganzen Tag im Zeichen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erleben. Das bunte Programm umfasste u. a. die Verleihung des GFOS-Innovationsawards und die Wissenschaftsshow der Physikanten. Vormittags standen zunächst die Erwachsenen im Fokus: Fachlehrerinnen und Fachlehrer der MINT-Fächer erhielten neue Impulse und Ideen für ihren Unterricht. Am Nachmittag stellten technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler im FOM Hochschulzentrum in der Herkulesstraße spannende physikalische Projektarbeiten, die sie im Unterricht erarbeitet haben, vor.

300 Lehrkräfte kamen zu MINT-Fortbildungen

Vormittags ging es in fast zwei Dutzend verschiedene MINT-Fortbildungen — mit über 300 teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern. „Es ist für uns wichtig, gerade im Bereich der MINT-Lehrerfortbildung auf Kontinuität zu setzen — deswegen arbeiten wir gerne und erfolgreich im vierten Jahr mit dem zdi-Zentrum Essen und dem BildungsCentrum der Wirtschaft zusammen. Das Kompetenzteam setzt auf Qualität und spannende Inhalte und dazu gehören wesentlich auch die richtigen Partner. Ein toller Erfolg!“ freut sich Frau Brigitte Klöckner-Hartstock, Schulamtsleiterin Primarstufe der Stadt Essen und verantwortlich für das Kompetenzteam NRW in Essen.

Schülerinnen präsentieren Roboter

Die Mädels zeigten, wie sie die Roboter programmiert haben.

Die Mädels zeigten, wie sie die Roboter programmiert haben.

Doch nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer sollten fachlich informiert und motiviert werden. Schülerinnen des städtischen Mädchengymnasium Essen-Borbeck hatten z. B. Roboter gebaut, die über eine Bluetoothverbindung von einem anderen Roboter durch ein Labyrinth gesteuert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler von der Gesamtschule Bockmühle stellten eine CAD/CAM-Maschine vor, mit der Motive aus Styropor ausgeschnitten werden können. Der Technik-Leistungskurs des Helmholtz Gymnasiums Essen zeigte eine Anlage zur Steuerung einer Industrieanlage. Nach dem Vorbild der Großen haben die Schülerinnen und Schüler eine Anlage im Miniaturformat nachgebaut, mit der Stempel, Presse, Förderband und Greifarm angetrieben werden. Bis zum Nachmittag habe die Anlage noch keine Fehlermeldung angezeigt, vermeldete die Gruppe stolz. Ein Beweis für die gute und detailgetreue Arbeit des Leistungskurses. Auch das Carl-Humann-Gymnasium war vertreten und stellte seine neue Technikklasse vor.

Die FOM Hochschule war durch B. Eng. Daniel Kipp vertreten. Er stellte den Fachberiech Ingenieurwesen, insbesondere das Feriencamp „zdi hebt ab!“ vor. Die Verantwortlichen sind sich darüber einig, dass sich vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung solche Formate besonders gut eignen, um Kinder möglichst früh für die sog. MINT-Fächer zu begeistern. Auch die Bildungsinitiative von RWE, 3malE, war vertreten und ihre Leitung, Claudia Bremer, zeigte sich begeistert: „Es ist unser Auftrag für Bildung rund um Energie zu begeistern — deswegen arbeiten wir gerne mit dem zdi-Zentrum Essen zusammen, u.a. bei KidsgoMINT und dem MINT MUSIC AWARD. Denn mit tollen engagierten Akteuren und spannenden Inhalten lässt sich für MINT-Themen erfolgreich motivieren.”

200 Partner engagieren sich in Essen

Insgesamt kamen 500 Gäste zur Veranstaltung.

Insgesamt kamen 500 Gäste zur Veranstaltung.

„Es ist auch nach einem halben Jahrzehnt MINT-Förderung ein bleibend relevanter Auftrag mit immer wieder begeisternden Ergebnissen. Immer wenn man die jungen Menschen — von der Kita bis ins Studium — begeistert forschen, experimentieren und zusammenarbeiten sieht weiß man, dass es bei der MINT-Förderung nicht um Festreden sondern um die konkrete Arbeit vor Ort geht. Mit über 200 Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung und Politik kann das zdi-Zentrum Essen seit 2010 auf hunderte toller Maßnahmen zurückblicken und viele tausend geförderter junger Menschen. Letztlich ein Verdienst der Akteure vor Ort, in Kitas, Schulen, Hochschulen und kooperierenden Unternehmen und den weiteren wichtigen Akteuren wie der IHK und der Arbeitsagentur. MINT wirkt“, resümiert Prof. Dr. Stefan Heinemann, Leiter des zdi-Zentrums und Prorektor Kooperationen an der FOM Hochschule.

Die Preisträger des GFOS-Innovationspreises.

Die Preisträger des GFOS-Innovationspreises.

Nach einem Rundgang mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Kammern und der Arbeitsverwaltung eröffnete Prof. Dr. Stefan Heinemann, offiziell die Veranstaltung. Es folgte die Verleihung des GFOS-Innovationsawards durch Burkhard Röhrig, Gründer und Geschäftsführer der GFOS mbH. Das Essener IT Unternehmen schreibt jährlich einen Wettbewerb mit dem Ziel aus, eine Programmier- oder Marketingaufgabe mit IT-Bezug zu lösen — diesmal zum Thema Personalrecruting. Die Gewinnerschulen waren das Heinz-Nixdorf-Berufskolleg und das Grashof Gymnasium (1. Platz), das Gymnasium Essen-Werden (2. Platz) und das Gymnasium Heissen (3. Platz). Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurden auf die Bühne geholt und für ihre innovativen Ideen geehrt. „Wir engagieren uns als überregional tätiges Softwarehaus gerne hier zum Wohle der Region — aber sehen auch einen unternehmerischen Sinn. Denn unser erfolgreiches Wachstum wird in der Zukunft zunehmend auch davon abhängen, starken Informatik-Nachwuchs für unser Haus zu interessieren und zu binden“, erläutert der Stifter Burkhard Röhrig.

Anschließend übernahmen die Physikanten das Zepter: In ihrer Wissenschaftsshow näherten sie sich naturwissenschaftlichen Phänomenen mit einem Augenzwinkern. Vom Feuertornado über ein Wasserdampf-Vakuum bis hin zu Küchenphysik-Experimenten war alles vertreten. Nach dieser Einlage war Zeit, „Danke“ für fünf Jahre zdi-Zentrum Essen zu sagen: Prof. Dr. Heinemann zeichnete langjährige und neue Netzwerkpartner aus, die viele Projekte überhaupt erst ermöglicht haben – darunter in erster Linie Essener Kitas und Schulen.

Prof. Dr. Heinemann bedankte sich bei den Partnern.

Prof. Dr. Heinemann bedankte sich bei den Partnern.

23. November, 2015 | 14:18
zdi | Zukunft durch Innovation

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