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Computerspiele selbst entwerfen und programmieren beim zdi-Netzwerk Mülheim

Einmal in die Spielebranche hineinschnuppern – diese Gelegenheit haben Schülerinnen und Schüler aus Mülheim an der Ruhr in den Osterferien genutzt. Bei zwei kostenlosen Kursen zum Thema Grafikgestaltung des zdi-Netzwerks Mülheim drehte sich alles darum, digitale Welten zu erschaffen.

Welcher junge Mensch ist nicht begeistert von Computerspielen? Zwei Gruppen mit jeweils 18 Teilnehmern trafen sich in der Game Factory in Mülheim. Alle stammten aus diversen Jahrgängen ab der achten Klasse und hatten unterschiedliche Vorkenntnisse in der Spieleprogrammierung, doch für jeden war die passende Aufgabe dabei.

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Erste Schritte bei der Programmierung einer Computerfigur und der Bewegungsanimation.

Spieleprogrammierung Schritt für Schritt

Bei der Animation von Figuren sind eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit dem Programm sowie räumliches Verständnis sehr wichtig. Daher ging es los mit einer Einführungsübung: Entwerfe eine einfache Kanone in einer von dir gewählten Landschaft und feuere sie ab!

Anschließend programmierten die Teilnehmer eigene Kreaturen und animierten diese. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler erschufen Fantasiefiguren oder Kopien ihrer Lieblingsfiguren und brachten sie dazu, sich in der von den Jugendlichen gewählten Form und Umgebung zu bewegen.

Viele Wege führen nach Rom

Ein Studienfach zur Spieleprogrammierung – wie etwa „Game Programmer“ oder „Game Artist“ – existiert nicht. Die Spielebranche bietet verschiedene Arbeitsfelder, in denen Kenntnisse in unterschiedlichen Disziplinen gefordert sind. Dazu gehören
unter anderem sehr gute Programmier-
fähigkeiten, räumliches Denken,
Kreativität, Mathematik und Physik.

Bei einer abschließenden Diskussionsrunde gingen die beiden Dozenten, Oswin Neumann und Michael Filipowski, detailliert auf die verschiedenen beruflichen Anforderungen und ihre eigenen Berufserfahrungen ein. Interessanter Weise hatten die beiden als junge Erwachsene völlig gegensätzliche Wege eingeschlagen, um ein professioneller Spielegrafiker zu werden: der eine erlernte seinen Traumberuf als purer Autodidakt, der andere absolvierte ein Hochschulstudium im Bereich IT und Grafik.

Erfolgreiches Kurskonzept

Seit fünf Jahren bietet das zdi-Netzwerk zusammen mit der Game Factory in Mülheim Ferienkurse mit dem Schwerpunkt Spieleprogrammierung an. Das Kurskonzept kommt bei jungen Menschen so gut an, dass manche von ihnen bereits zum dritten Mal am Kurs teilgenommen haben. Im Laufe der Jahre haben sich drei Module entwickelt. Eines richtet sich an Anfänger, eines an Fortgeschrittene und das dritte bietet eine Team- sowie Projektarbeit an.

Mehr Informationen zu den Kursen für Spieleprogrammierung gibt es beim zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr.

 

11. April, 2016 | 18:38
Autor: zdi/cgl
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