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zdi-Zentrum Bochum besucht Movie Park

Wer kennt das nicht – das mulmige Gefühl, bevor sich eine Achterbahn den ersten Berg hinunterstürzt? Doch was passiert da eigentlich mit dem Körper? Gehen Puls und Blutdruck nach oben, sobald der Körper beschleunigt wird? Gibt es eine Korrelation zwischen den beiden Größen? Dieser Frage sind 50 Schülerinnen und Schüler aus zwei Technikkursen der Heinrich-von-Kleist-Schule in Bochum und des Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel im Movie Park Bottrop nachgegangen. Sie nehmen an der Junior-Ingenieur-Akademie der Telekomstiftung teil, die vom zdi-Zentrum IST.Bochum betreut wird. Gemeinsam mit ihren Techniklehrern und einigen Betreuern des zdi-Zentrums machten sich die Jugendlichen auf den Weg durch den Park. Mit speziellen Messgeräten sammelten sie Daten Sie maßen die Beschleunigung auf der Achterbahn und gleichzeitig den Pulsschlag und den Blutdruck. “In den kommenden Wochen werden die Daten ausgewertet”, erklärte Klaus Trimborn, Koordinator des zdi-Zentrums. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Beschleunigung und dem Puls gibt – das wird sich zeigen.

 

Jugendliche der Heinrich-von-Kleist-Schule in  Bochum und des Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel besuchten den Movie Park.

Jugendliche der Heinrich-von-Kleist-Schule in Bochum und des Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel besuchten den Movie Park.

 

Außerdem konnte die Gruppe hinter die technischen Kulissen des Freizeitparks schauen. Als erstes führte Bodo Gaspar in den Schaltraum des High Fall – dem Turm mit dem freien Fall. Er erklärte, wie die Bremsung der Plattform gesteuert wird und wie sicher das Gerät doch ist. “Zwei Motoren ziehen die Plattform hinauf”, sagte er. “Oben wird sie dann losgelassen und im unteren Bereich des Turms an Stahlplatten entlang geführt. Durch Magnete entsteht ein Wirbelstrom, der die Plattform abbremst.” Die Steuerung befindet sich in mehreren Schränken. Beeindruckend ist die Stromstärke, die gebraucht wird, um die Plattform hochzufahren: Jeder Motor benötigt 1500 Ampere – zum Vergleich: Eine normale Haushaltssteckdose liefert maxmal 16 Ampere. Wenn die Gondel hochgezogen wird, dröhnt es im Kontrollraum.

Als zweites zeigte Gaspar den Teenagern die Steuerung der Achterbahn in der “Van Helsing Factory”. Dass die Kontrolle einer Achterbahn mit Grusel-Elementen aufwändiger ist, zeigte sich daran, dass die Steuerung in deutlich mehr Schränken untergebracht worden ist. Zu hören war ein regelmäßige Klicken der Relais, den Schaltern im System. So ein Relais wird aktiviert und löst dann eine neue Aktion aus. Fährt die Achterbahn beispielsweise an einem Sensor vorbei, wird über das Relais ein weiterer Stromkreis aktiviert, der zum Beispiels eine Nebenmaschine steuert.

Kontrollraum "Time Riders"

Kontrollraum “Time Riders”

Zum Schluss besichtigte die Gruppe noch “Time Riders”. Hier sitzen die Besucher in Simulatoren, die das Gefühl vermitteln zu fliegen. Insgesamt acht Simulatoren stehen in einer riesigen Halle. Gesteuert werden sie über Hydraulik-Füße, die sich passend zu den Szenen im Film bewegen. In einem Kontrollraum beobachten Mitarbeiter, ob in den fliegenden Kabinen alles in Ordnung ist. Nadeldrucker mit Endlospapier zeichnen jeden Fehler auf, damit die Techniker nachvollziehen können, an welchen Stellen die Simulatoren Probleme haben.

Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, werden alle Fahrgeschäfte im Freizeitpark täglich überprüft. Neben der Elektrik müssen auch die Schrauben der Geräte kontrolliert werden. Am Ende des Tages haben die Schülerinnen und Schüler der zwei zdi-Partnerschulen noch die Gelegenheit, die Zeit im Park zu genießen. Einige von ihnen blicken nun aber mit ganz anderen Augen auf die Achterbahn – und ihre komplexe Steuerung.

 

14. Mai, 2013 | 11:10
zdi | Zukunft durch Innovation

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