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zdi-Zentrum KReMINTec feiert 5-Jähriges

Schülerinnen des Berufskollegs Uerdingen begrüßten die Teilnehmenden am MINT-Parcour.

Schülerinnen des Berufskollegs Uerdingen begrüßten die Gäste.

Vor fünf Jahren wurde das zdi-Zentrum KReMINTec am Berufskolleg Uerdingen eröffnet. Seither haben 4000 Jugendliche an den Projekten teilgenommen. Jetzt wurde das Jubiläum gefeiert.

Was hat Traubensaft mit einem Brechungsindex zu tun? Wie fährt ein selbstgebauter Segway? Und was macht Bienenwachs in Handcremes? Beim MINT-Parcours anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Krefelder zdi-Zentrums KReMINTec konnten Schülerinnen und Schüler praktische Antworten auf diese Fragen finden. Rund 100 Jugendliche der Jahrgangstufen acht bis zehn probierten an verschiedenen Stationen praktische Aufgaben von Fräsen bis Löten aus und informierten sich im gut gefüllten Foyer des Berufskollegs Uerdingen über Studien- und Berufsmöglichkeiten im MINT-Bereich.

Begeistert mischten die Jugendlichen eigene Handcremes, gravierten Namen in Schlüsselanhänger oder versuchten sich im Programmieren von LEGO-Mindstorms-Robotern. Bei vielen Aufgaben stand die Verbindung zum späteren Berufsalltag im Mittelpunkt: Cindy Chamberlain, Auszubildende als Chemielaborantin beim Chemie-Unternehmen „Currenta“, zeigte an ihrer Station, wie mit Mikroskop, Brechungsindex und einer Tabelle der

Zuckergehalt eines Saftes einfach ablesbar wird. Gleichzeitig machte sie Werbung für ihren Beruf: „Für mich als praktisch veranlagte Person ist die Arbeit im Labor mein absoluter Traumjob. Schreibtischarbeit wäre nichts für mich“, so die 22-Jährige. Siebtklässlerin Wiebke muss nicht mehr überzeugt werden. Für sie ist klar: „Beruflich will ich auf jeden Fall etwas im Bereich Chemie oder Technik machen.“ Was genau, weiß sie noch nicht. Im MINT-Parcours widmet sie sich erst einmal begeistert der nächsten Aufgabe: Den Anfangsbuchstaben ihres Namens aus Draht löten.

MINT-Auszubildende erklärten den Jugendlichen, wie sie mit dem Mikroskop den Zuckergehalt von Getränken bestimmen können.

MINT-Auszubildende erklärten den Jugendlichen, wie sie mit dem Mikroskop den Zuckergehalt von Getränken bestimmen können.

Ralf Leske, Lehrer an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Krefeld, sieht die praktische Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler als wertvolle Ergänzung zum Unterricht. „Die Mitmach-Aktionen sind klasse. In den Schulen immer nur die Theorie zu erzählen, reicht nicht. Hier können die Jugendlichen einfach mal ausprobieren, was ein Chemikant oder ein Metallbauer macht.“ Den MINT-Parcours besuchte er mit Kollegen und insgesamt 54 Schülerinnen und Schülern.

Auch die Veranstalter ziehen ein positives Jubiläums-Fazit. „Die Jugendlichen waren mit sichtbarer Begeisterung dabei“, sagt Ute Welling-Osterloh vom zdi-Netzwerk KReMINTec. Seit Gründung des Zentrums koordiniert die Lehrerin des Berufskollegs Uerdingen gemeinsam mit Chrissoula Todilou die Aktivitäten und freut sich über die positive Entwicklung. „Wir haben tolle Partnerschaften mit den Krefelder Schulen und bekommen viel positive Resonanz.“ Immerhin knapp 4000 Schülerinnen und Schüler haben in den letzten fünf Jahren an Projekten teilgenommen ‑ darunter 308 Workshop-Tage und 28 Ferienprojekte.

Die Roberta-AG der Gesamtschule Uerdingen half beim Programmieren.

Die Roberta-AG der Gesamtschule Uerdingen half beim Programmieren.

Für die Zukunft hofft Welling-Osterloh, noch mehr mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe zu gewinnen, die sich gegen den Fachkräftemangel in der Region Krefeld engagieren. Mathias Brauner, Chef der Dampfautomatenfirma „Certuss“ und seit 2013 zdi-Partnerunternehmer, ist von dem Projekt überzeugt. „Durch die Patenschaften mit den Betrieben erfahren die Jugendlichen, welche vielfältigen Produkte im MINT-Bereich entstehen können und welche Berufsbilder dahinterstecken“, so Brauner. Mit seinen Kollegen informiert er vor Ort über Ausbildungsmöglichkeiten ‑ und über den mitgebrachten Dampfautomat. Er ist zwar außer Betrieb, erweckt aber trotzdem Interesse. Begeistert ist Brauner, wie viele Mädchen neugierig nachfragen. Immerhin zwei Interessenten für ein Praktikum haben sich ebenfalls gemeldet. Für das nächste Mal verspricht er: „Dann setzen wir hier alles richtig unter Dampf.“

8. September, 2015 | 19:21
zdi | Zukunft durch Innovation

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